Programm

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Keynotes

Diese Referent*innen werden im Laufe der Konferenz mit etwa 30-minütigen Vorträgen jeweils zu hören sein.
Friederike Habermann | Ecommony - UmCARE zu Miteinander

Keynote-Titel
Ecommony - UmCARE zu Miteinander

Friederike Habermann

Beschreibung
'Wege in eine geldfreie Gesellschaft' – ist das nicht absolut unrealistisch? Oder ist es andersherum: Steuern wir, wie einige Wirtschaftsexpert_innen es voraussagen, sowieso gerade darauf zu? Friederike Habermann trägt in ihrem Vortrag derzeitige Entwicklungen zusammen, die das Hoffnungsvolle vorstellbar machen, ohne das Wichtigste zu vergessen: Dass der Weg erst entsteht, wenn wir ihn gehen.

Friederike Habermann
Aktivistin, Volkswirtin & Historikerin

Zitate
"Tausch, Wettbewerb und Sich-durchsetzen-Müssen haben uns geformt. Wir brauchen neue Erfahrungen, in denen wir uns verändern und so neue Erkenntnisse erlangen können."

"Die Reduktion des Lebens auf Verwertbarkeit, Egoismus und Konkurrenz ist das, was wir alle tagtäglich lernen."

"Die Motivation zur Arbeit ist nicht [mehr] vermittelt über die Vorstellung >irgendwas zu jobben, um Geld zu verdienen, damit ich mit dem Geld Bedürfnisse befriediegen kann<, sondern direkt durch das individuelle Bedürfnis, etwas Sinnvolles zu tun, beizutragen zur Herstellung von Produkten, und diese zu nutzen."

"Umsonstökonomie basiert auf der Grundidee, Nehmen und Geben zu entkoppeln.Hierin spiegelt sich eine wertkritische Grundeinstellung. Während selbst in der Tauschökonomie – wie beispielsweise in den Tauschringen praktiziert – menschliche Eigenschaften und menschliches Tun als abstrakte Werte getauscht und damit letztlich auf ihren Wert reduziert werden, wird in der Umsonstökonomie diese Tauschlogik überwunden."

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Niko Paech | Sieben Prinzipien der Veränderung

Keynote-Titel
Sieben Prinzipien der Veränderung

Niko Paech kommt zur UTOPIKON?

Beschreibung
folgt.

Niko Paech
Postwachstumsökonom & Nachhaltigkeitsforscher

Zitate
„Unter allen Utopien, die mir bislang so begegnet sind, gibt es eine, die so dumm und unverantwortungslos ist, dass man sie eigentlich nur – verbal – sturmreif machen kann. Und das ist die Utopie des Weiter so! […] Die Fortsetzung unserer Konsumgesellschaft wäre für mich beinahe eine Dystopie.“

„Weil die Reduktion des Konsums sich nicht delegieren, sondern nur auf individueller Ebene umsetzen lässt. Das ist keine Frage des Wollens, sondern des Könnens: Übung, Praxis, Routine und Konfliktfähigkeit – darum geht es!“

“Die Lebensstilveränderung, die nötig ist, um die reduktive Moderne anzustimmen, ist nicht der Rückzug ins Einzelne – im Gegenteil! Es ist das fröhliche Vernetzen und das Suchen nach Partnerinnen und Partnern. Und so etwas kann dann dazu verhelfen, postwachstumstaugliche oder überhaupt wachstumskritische Äußerungen von Utopien nicht nur zu stabilisieren – also zu reproduzieren, sondern auch zu verbreiten. Mit anderen Worten: Wir brauchen noch viel mehr utopivals!”

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Silke Helfrich | Commons. Eine Entdeckungsreise

Keynote-Titel
Commons. Eine Entdeckungsreise

Silke Helfrich auf der UTOPIKON

Beschreibung
Silke Helfrich beschreibt die Welt der Commons anhand von Beispielen aus aller Welt. Sie lädt uns ein, Vertrautes neu zu betrachten und wie ein Commoner zu denken. Sie zeigt die Produktivität von Commons für viele Lebensbereiche, reflektiert ihre Kraft so wie ihre Grenzen und zeigt auf, was notwendig ist, um mehr Commons möglich zu machen.

Silke Helfrich
Commonsaktivistin & Publizistin

Link-Empfehlungen

Gerrit von Jorck | Zeitwohlstand - Chancen und Herausforderungen einer Arbeitswelt 4.0 für sozial-ökologische Lebensweisen

Keynote-Titel
Zeitwohlstand - Chancen und Herausforderungen einer Arbeitswelt 4.0 für sozial-ökologische Lebensweisen

Gerrit von Jorck auf der UTOPIKON

Beschreibung
folgt.

Gerrit von Jorck
Zeitpionier, Philosoph & Volkswirt

Pia Damm & Tobi Rosswog | Die UTOPIKON als gelebte Utopie?!

Keynote-Titel
Die UTOPIKON als gelebte Utopie?!

Pia Damm & Tobi Rosswog

Beschreibung
Welche Idee(n) stehen hinter der UTOPIKON? Wieso Utopie? Und können wir in einer auf wachstumsbasierten und kapitalistischen Wirtschaft überhaupt Utopien leben?

Pia Damm
Bloggerin, Projektbegleiterin, Freilernerin, Referentin

Tobi Rosswog
Campaigner, Speaker, Aktivist, Mitweltpädagoge

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Workshops

Bei diesen ca. 2-stündigen Workshops kann im Laufe der Konferenz mitgemacht werden!

THEORETISCHER BACKGROUND

Lohnarbeit- notwendiges Übel oder überwindbarer Mist? | Hannah Poddig

Workshop-Titel
Lohnarbeit- notwendiges Übel oder überwindbarer Mist?

hannapoddig

Beschreibung
Lohnarbeit ist ein Thema um das keine_r herumkommt. Selbst wer weder Arbeit hat noch Arbeit sucht wird permanent mit der Erwartungshaltung konfrontiert, mensch müsse arbeiten. Die Art wie wir Geld verdienen beeinflusst unser Verständnis der Welt und unsere Werte und unseren Umgang mit Mitmenschen. Dennoch reden wir selten darüber, wie uns unsere Lohnarbeit oder eben auch das nicht-lohnarbeiten beeinflusst und was das mit unseren Beziehungen zueinander
anrichtet.

Der Workshop beinhaltet Erfahrungsaustausch und Debatte zu diesen und folgenden Fragen:
(Warum) Ist Lohnarbeit grundsätzlich scheiße? Wie können Modelle aussehen, ohne Lohnarbeit zu leben? Wie können  solidarische Gemeinschaften aus lohnarbeitenden Menschen und nicht lohnarbeitenden Menschen konkret aussehen? Welche Jobs sind die politisch vertretbarsten? Sind es Jobs im politischen Bereich oder gerade nicht?

Hanna Poddig
Vollzeitaktivistin & Autorin

Link-Empfehlungen

Ecommony - UmCARE zum Miteinander | Friederike Habermann

Workshop-Titel
Ecommony - UmCARE zum Miteinander

Friederike Habermann

Beschreibung
Ausgehend von meinem Vortrag unter dem gleichen Titel wünsche ich mir, dass wir gemeinsam überlegen,
wie wir jene Elemente in unserem Leben verstärken können, die eine tauschlogikfreie Gesellschaft vorwegnehmen
und zugleich ansteckend auf andere wirken - und so zu einer stärkeren Bewegung werden.

Friederike  Habermann
Aktivistin, Volkswirtin & Historikerin

Zitate
"Tausch, Wettbewerb und Sich-durchsetzen-Müssen haben uns geformt. Wir brauchen neue Erfahrungen, in denen wir uns verändern und so neue Erkenntnisse erlangen können."

"Die Reduktion des Lebens auf Verwertbarkeit, Egoismus und Konkurrenz ist das, was wir alle tagtäglich lernen."

"Die Motivation zur Arbeit ist nicht [mehr] vermittelt über die Vorstellung >irgendwas zu jobben, um Geld zu verdienen, damit ich mit dem Geld Bedürfnisse befriediegen kann<, sondern direkt durch das individuelle Bedürfnis, etwas Sinnvolles zu tun, beizutragen zur Herstellung von Produkten, und diese zu nutzen."

"Umsonstökonomie basiert auf der Grundidee, Nehmen und Geben zu entkoppeln.Hierin spiegelt sich eine wertkritische Grundeinstellung. Während selbst in der Tauschökonomie – wie beispielsweise in den Tauschringen praktiziert – menschliche Eigenschaften und menschliches Tun als abstrakte Werte getauscht und damit letztlich auf ihren Wert reduziert werden, wird in der Umsonstökonomie diese Tauschlogik überwunden."

Link-Empfehlungen

Teilhabe und Fairness aus machtkritischer Perspektive | Djamilah Akhzarati

Workshop-Titel
Teilhabe und Fairness aus machtkritischer Perspektive

Beschreibung
Wenn von Teilhabe aller, von Solidarität untereinander gesprochen wird, sind leider nicht alle Menschen automatisch gleichberechtigt und mit dabei. Das liegt an gesellschaftlichen Machtverhältnissen, die bestimmten Gruppen mehr Privilegien bescheren als anderen. Dies fördert Ausschluss statt Miteinander sowie die Reproduktion gängiger Verhaltensmuster statt nachhaltige Transformation und die Loslösung von sexistischen, rassistischen, Minderheitenunterdrückenden Gesellschaftsstrukturen. Ich möchte euch in diesem Workshop dazu einladen, die eigenen Prvilegien kritisch zu reflektieren, Machtverhältnisse zu benennen und gesellschaftliche Normen zu dekonstruieren, um dem Ziel einer sozial gerechten Gesellschaft näher zu kommen..

Djamilah Akhzarati
Nachhaltigkeitswissenschaftlerin & politische Trainerin

Commons. Eine Entdeckungsreise | Silke Helfrich

Workshop-Titel
Commons. Eine Entdeckungsreise

Silke Helfrich auf der UTOPIKON

Beschreibung
Silke Helfrich beschreibt die Welt der Commons anhand von Beispielen aus aller Welt. Sie lädt uns ein, Vertrautes neu zu betrachten und wie ein Commoner zu denken. Sie zeigt die Produktivität von Commons für viele Lebensbereiche, reflektiert ihre Kraft so wie ihre Grenzen und zeigt auf, was notwendig ist, um mehr Commons möglich zu machen.

Silke Helfrich
Commonsaktivistin & Publizistin

Zitate

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Endlich Wachstum !? - Methoden zur Gestaltung von Postwchstumsbildungsarbeit | Kristina Utz & Arun Hackenberger

Workshop-Titel
Endlich Wachstum !? - Methoden zur Gestaltung von Postwchstumsbildungsarbeit

fairbindung

Beschreibung
Was wächst, wenn die Wirtschaft wächst? Und warum soll Wachstum endlich sein? Manche Fragen sind kompliziert – zum Beispiel die Frage, wie eine Welt aussehen kann, in der alle Menschen innerhalb der ökologischen Grenzen der Erde gut leben können. Auch wir haben darauf keine eindeutige Antwort, aber wir begeben uns unablässig auf die Suche gemeinsam nach Wegen und Bausteinen für eine solidarische, ökologische und sozial gerechte Veränderung der Gesellschaft. Unsere Suche führt uns in die Bildungsarbeit. Wir haben eine Material- und Methodensammlung entwickelt, die es ermöglichen soll diese Fragen in verschiedensten (Bildungs-)Kontexten zu stellen. Gemeinsam mit euch wollen wir gerne einige dieser Methoden anspielen, um einen Eindruck für Bildung als Werkzeug für eine neue Welt zu bekommen.

Kristina Utz & Arun Hackenberger
Fairbindung-Bildungsreferent*innen

Link-Empfehlungen

Nicht immer mehr haben wollen müssen! Von der Kultur des Wachstums | Christoph Sanders

Workshop-Titel
Nicht immer mehr haben wollen müssen! Von der Kultur des Wachstums

Christoph Sanders auf der UTOPIKON

Beschreibung
Wieso gibt es diese große Kluft zwischen unserem Wissen über sozial-ökologische Zustände und unserem tatsächlichen Handeln? Warum kommen wir so selten dazu, so zu sein, wie wir wirklich wollen? Inwiefern spiegelt unser Innenleben die Wachstumszwänge unserer Gesellschaft wider?
In einem methodisch vielfältige Workshop suchen wir in einem ersten Teil Antworten auf diese Fragen und beschäftigen uns dafür mit verinnerlichten Aspekten des Wachstums. Damit sind meist verborgene fest verankerte Vorstellungen, Routinen und Empfindungen über uns selbst und die Welt gemeint, die unser alltägliches Handeln und unsere Emotionen prägen, und die vor allem unseren Wunsch nach Steigerung und „immer mehr“ bedingen. In einem zweiten Teil nehmen wir uns Zeit, Möglichkeiten zur Veränderung unserer mentalen Infrastrukturen zu diskutieren.

Christoph Sanders
Politikwisenschaftler & Bildungsreferent beim KNÖ

Was bräuchte eine Wirtschaft von morgen aus Deiner Perspektive? Wie zeigt sich das in Deinem Beitrag? Wenn die Idee Deines Beitrags morgen schon real wäre, wie sähe diese Welt aus?
Eine Wirtschaft von morgen braucht empathische, mutige und achtsame Menschen, deren Vorstellungen eines guten Lebens stärker an das Wohlergehen anderer Menschen und Lebewesen gekoppelt sind. In meinem Workshop suchen wir nach kulturellen und strukturellen Ursachen, die uns so gleichgültig, egoistisch und ängstlich machen, dass es uns schwerfällt, die gewaltvollen Seiten des modernen Kulturmodells auf ein Minimum zu reduzieren. Hätten wir dies bereits geschafft, dann würden unsere Handlungen, so meine ich, häufiger von der Frage geleitet, die lauten könnte : "Wie kann ich handeln, damit es anderen und mir selbst gut geht?"

Zeitwohlstand in der Sharing Economy | Gerrit von Jorck, Kathy Bohnenberger, Sebastian Stagl

Workshop-Titel
Zeitwohlstand in der Sharing Economy

Gerrit von Jorck auf der UTOPIKON
Gerrit von Jorck

Beschreibung
Zeit kann eine wichtige Voraussetzung für die Teilhabe an der Sharing Economy sein, sie kann aber auch Zeiträume für eine sozial-ökologische Lebensweise hervorbringen. Die Sharing Economy verspricht die Art und Weise unseres Wirtschaftens zu verändern, doch inwiefern verändert sie auch den Umgang mit unserer Zeit? Welche Chancen bietet eine Sharing Economy für Zeitwohlstand? Welche neuen Risiken für Zeitarmut lassen sich in einer Ökonomie des Tauschens ausmachen? Wird die Sharing Economy zu mehr Zeitgerechtigkeit führen oder neue Zeitungerechtigkeiten hervorbringen? Diese Fragen wollen wir in unserem Workshop anhand von konkreten Beispielen aus der Sharing Economy gemeinsam diskutieren und dabei Bedingungen für Zeitwohlstand in der Sharing Economy ausloten..

katharina_02
Kathy Bohnenberger

Gerrit von Jorck, Kathy Bohnenberger, Sebastian Stagl
Zeitpionier*innen

GELEBTE PRAXIS

Konsensdemokratie-Workshop | Elena Köttgen

Workshop-Titel
Konsensdemokratie-Workshop

Foto Elena

Beschreibung
Es reicht nicht aus sich eine bessere Welt auszudenken - wir müssen auch ausprobieren, ob es geht. Ein wesentlicher Schlüssel zu unserer Arbeitsweise ist die sogenannte Konsensdemokratie, d.h. die bewusste nicht-hierarchische und gemeinsame Entscheidungsfindung mit allen direkt Betroffenen in einem Kollektiv.

Wir bei Premium glauben, dass durch Konsensdemokratie nicht nur klügere Entscheidungen getroffen werden als einzelne Führungspersonen sie treffen könnten - die Entscheidungen sind auch in aller Regel sozialer, weil von Anfang an alle Bedarfe und Meinungen mit eingebaut werden können. Und: die dazu nötigen Diskussionsprozesse sind nur am Anfang langwieriger, mittelfristig werden sie sehr effizient (und wesentlich angenehmer, glauben wir).

Der angebotene Workshop heißt "Angewandte Konsensdemokratie und der Umgang mit schwierigen Entscheidungen", und ihr werdet in Gruppen vor ein paar handfeste Herausforderungen gestellt, um das Konsens-Verfahren zu üben. Jeder Workshop verläuft anders und dauert unterschiedlich lang, je nachdem wie erfahren die Teilnehmenden schon sind.

Der Workshop hat folgende Haupt-Transferziele:

  1. Konsensfindung ist nie gleich, aber fast immer möglich.
  2. Konsens-Entscheidungen sind klüger, sozialer und langfristig stressfreier.

Elena Köttgen
Bildungsreferentin Premium Cola Kollektiv

Link-Empfehlungen

Spiel des Gebens | Jennifer Meyer, Paavo Günther, Mona Sperrer
jenniundyeni
Jennifer Meyer und Paavo Günther

Workshop-Titel
Spiel des Gebens

Beschreibung
In einem Rollenspiel treffen wir uns auf einem Markt und tauschen uns aus. Wer spielt nach welchen Regeln? Was kommunizierst du, wenn du gibst oder nimmst? In einer Feedback- und Diskussionsrunde sammeln wir unsere Eindrücke und werten sie aus. Anschließend stellen wir euch unser Projekt vor, in dem wir unsere Idee von einer Ökonomie mit etwas anderen Spielregeln verwirklichen wollen.

Jennifer Meyer
Coach, Entwicklerin, Experimentalistin

Mona Sperrer

Mona Sperrer
Humanökologin und BNE-Tüftlerin

Paavo Günther
Musiker, Freihandelnder und Konsequentist

Link-Empfehlungen
Website von Fluxtory

Utopie war gestern: Wir gründen mit euch die erste Grundeinkommens-Gemeinschaft | Meera Zaremba & Michael Bohmeyer

Workshop-Titel
Utopie war gestern: Wir gründen mit euch die erste Grundeinkommens-Gemeinschaft

Beschreibung
Alle träumen von Grundeinkommen - wir führen es mit euch ein. Unser Vorschlag: Wir gründen eine Gemeinschaft, in der wir uns gegenseitig ein Grundeinkommen ermöglichen. In unserem Workshop spielen wir mit euch Fragen durch, die dafür beantwortet werden müssen. Am Ende entscheiden wir gemeinsam: Gehen wir mit Grundeinkommen aus der Utopikon?

Michael Bohmeyer kommt zur UTOPIKON?

Michael Bohmeyer
Initiator von Mein Grundeinkommen
 
Meera Zaremba
Campaigning und Organisationsentwicklung bei Mein Grundeinkommen
Meera Zaremba
Meera Zaremba

Link-Empfehlungen
Website von MeinBGE

yunity | Philip Engelbutzeder & Jeroen van Beele

Workshop-Titel
yunity

Philip Engelbutzeder UTOPIKON

Beschreibung
Kannst Du Dir eine Welt vorstellen, in der Menschen bedingungslos teilen?
Wir können das! Und wir möchten diese Vision mit Dir teilen!

yunity ist ein Projekt, eine Platform und soziale Bewegung. Es schafft Beziehungen, in denen die Menschen bedingungslos ihre Zeit, Fähigkeiten und Ressourcen teilen können. Durch diese Verbindungen und Gemeinschaften verhindern wir Verschwendung und fördern das Bewusstsein für nachhaltige Lebensweisen.
Aktuelle Entwicklung der sharing economy werden skizziert und vor allem die Fragen beleuchtet:
...Was will yunity erreichen?
...Wie will yunity das erreichen?
...Warum will yunity das erreichen?

Bist Du dabei?!
yunity - imagine sharing everything

Philip Engelbutzeder
Ökonom & yunity Bildungsreferent

Link-Empfehlungen
Website yunity

Der Kleine Professor - 7 Utopien, ich von meinem Sohn für das Leben gelernt habe. | Van Bo Le Mentzel

Workshop-Titel
Der Kleine Professor - 7 Utopien, ich von meinem Sohn für das Leben gelernt habe.facebook

Beschreibung
Der Architekt und Autor wurde bekannt durch die Hartz IV Möbel, Karma Chakhs und verschiedenen Bildungsinitiativen wie die tinyhouse University Kreuzberg. In seinem neuen Buch "Der Kleine Professor" (Ecowin, Ab Oktober im Handel) fasst der Querdenker alle wichtigen Erkenntnisse in 50 Kapiteln zusammen. Ein philosophisches Werk, in dem das Geheimnis das Universums gelüftet wird.

Van Bo Le Mentzel
Karma-Ökonom & Architekt

Zitate
"
Ich sehe lieber die Dinge, die uns verbinden, als die, die uns trennen."
"Konstruieren statt Konsumieren."
"Wir brauchen nicht mehr Wissen, sondern mehr Gewissen."
"Wenn ich Chef der Welt wäre, würde ich zwei Dinge abschaffen: Zinsen und den Chef der Welt."

Link-Empfehlungen
Van Bo Le Mentzel im Profil auf arbeitswelten-lebenswelten.de
Van Bo Le Mentzel im Video-Interview während des utopivals
Website des Projekts Hart IV Möbel

Geld – freie – Bildung?! | Theresa Steffestun

Workshop-TitelTheresa Steffestun
Geld – freie – Bildung?!

Beschreibung
In diesem Workshop wollen wir nach dem Zusammenhang von Geld(-)Freiheit und Bildung fragen. Welche Wirkung hat Geld auf Bildung? Wie kann der Umgang mit Geld zur Bildungserfahrung werden? Was bedeutet freie Bildung? Ist freie Bildung geldfreie Bildung? Was müssen wir tun, damit Geld – und alles, was damit zusammenhängt – die Freiheit von Bildung nicht einschränkt? Muss freie Bildung geschenkt werden? Wie geht das?

Im Rückgriff auf unser aller Erfahrungen in verschiedenen Bildungskontexten und mit Blick auf bestehende Institutionen sowie Bildungs- und Hochschulpolitik wollen wir uns diesen Fragen stellen. Wir möchten mit diesem Workshop eins der in unseren Augen sensibelsten Felder von Gesellschaft(-sgestaltung), die Bildung, in den Fokus der Bewegung in Richtung einer zukunftsfähigen Gesellschaft nehmen. Deswegen ist es ein erklärtes Ziel des Workshops besondere Aufmerksamkeit auf den Austausch von bereits erfolgreich praktizierten, sowie der gemeinsamen Entwicklung von Gestaltungsansätzen zu legen.

Theresa Steffestun
Ökonomie-Studentin & Gründungsmitglied der Cusanus-Studierendengemeinschaft

Was bräuchte eine Wirtschaft von morgen aus Deiner Perspektive? Wie zeigt sich das in Deinem Beitrag? Wenn die Idee Deines Beitrags morgen schon real wäre, wie sähe diese Welt aus?
Eine Wirtschaft von morgen braucht in meinen Augen heute, wie morgen freie Bildungsräume, die es Menschen ermöglichen, gemeinsam über den Sinn und die Voraussetzungen eines Wirtschaftens kritisch zu reflektieren, vielfältige Erfahrungen des gemeinsamen Wirtschaftens zu gestalten und diese für ihre gesellschaftlichen Kontexte auf kreative Weise fruchtbar zu machen.

Goodbye Kapitalismus. Hallo Schenken und Leihen. Wie aber geht der Umstieg? | Nikolai Wolfert & Veronica Dias

Workshop-Titel
Goodbye Kapitalismus. Hallo Schenken und Leihen. Wie aber geht der Umstieg?

Beschreibung
Leila (Leihladen) ist ein Commons-Projekt in Berlin, wo Dinge geliehen werden. In Wien, Leipzig, Heidelberg, Mainz haben ähnliche Leihinitiativen gestartet. Überall gibt es viel zu viele Dinge, die viel zu selten genutzt werden. Deshalb macht Leihen statt Kaufen Sinn. Bohrmaschine, Leiter, Zelt, Wanderrucksack, Kinderspielzeug, Küchenutensilien, Gartengeräte, dies und noch viel viel mehr teilen wir im Leila Berlin solidarisch und geld-freier.

Unsere Vision ist eine Online-Plattform, die weitere lokale Gruppen bei Gründung und Organisation unterstützt. Die Plattform wird von einem nicht-kommerziellen Verein betrieben. Wir erklären, wie du bei dir vor Ort ganz einfach (auch slowtech oder notech) eine Leihinitiative starten kannst. Komm.

Nikolai Wolfert & Veronica Dias
Vom Team des Leihladens *Leila Berlin

veronica_leila
Veronica Dias

Nikolai Wolfert UTOPIKON


Was bräuchte eine Wirtschaft von morgen aus euer Perspektive? Wie zeigt sich das in eurem Beitrag? Wenn die Idee eures Beitrags morgen schon real wäre, wie sähe diese Welt aus?
uhhh, schwierig. Wir sollen anfangen uns in die Wirtschaft einzumischen und sie fairer und ökologischer machen.
Die Wirtschaft von morgen besteht aus mehr Commons. Commons beginnen im persönlichen Denken und erstrecken sich über das Leben miteinander. Commons sind gemeinsame Absprachen und Vereinbarungen. Wir brauchen dann nicht mehr, sondern viel weniger (Arbeit, Konsum etc.).
 

KÖRPER/ AUSDRUCK/ INNERER WANDEL

Utopische Zukunftswerkstatt | Ina-Maria Maahs

Workshop-Titel
Utopische Zukunftswerkstatt

Beschreibung
Fantasie und Kreativität sind in der Politik aktuell relativ dünn gesät, Utopien verpönt. Stattdessen schafft man mit einer Proklamation der Alternativlosigkeit eine Illusion des unabänderlichen Status quo, die im Glauben an die Realpolitik vergisst über den eigenen Tellerrand zu schauen und einen Blick in eine wünschenswerte Zukunft zu werfen.
Wenn Visionen die meisten Politiker heute also nur noch zum Arzt führen, lasst uns selbst Utopien bauen und unsere Gesellschaft gestalten! Der utopischen Denkweise folgend und angelehnt an die Methode der Zukunftswerkstatt werden wir uns dazu zuerst fragen: Welche aktuellen Erfahrungen machen wir gerade in unserer Gesellschaft? Was stört uns daran? Welche Missstände kritisieren wir?
Im nächsten Schritt geht es darum, ein Gegenbild von einer besseren Welt zu entwerfen. Dabei darf der Fantasie ganz freien Lauf gelassen werden, bewusst Abstand genommen werden zur Realität, ein ‚Nicht-Ort‘ kreiert werden.
Denn abschließend sollen Möglichkeiten ausgelotet werden, den ‚Nicht-Ort‘, in einen ‚Noch-Nicht-Ort‘ zu verwandelnd. Ziel ist es, konkrete Ideen zu entwickeln, wie sich die ersten Schritte in diese Richtung gehen lassen könnten und neue Denkimpulse für das eigene Handeln zu erhalten.

Ina-Maria Maahs
Politik- und Sozialwissenschaftlerin, Dozentin an der Uni Köln

Was bräuchte eine Wirtschaft von morgen aus Deiner Perspektive? Wie zeigt sich das in Deinem Beitrag? Wenn die Idee Deines Beitrags morgen schon real wäre, wie sähe diese Welt aus?
Ich denke, es wäre vermessen als Einzelperson, eine Idee von einer besseren Welt zu entwerfen und das interdependente Konglomerat an sozialen, gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Problemen lösen zu wollen. Stattdessen setze ich auf eine gemeinsame und gemeinschaftliche Lösung, um einen wirklichen Wandel zu erreichen. Daher bedarf es als allererstes ein allgemeines Bewusstsein für diese Probleme und eine Bereitschaft zum Wandel. Eine alternative Wirtschaftsweise der Zukunft sollte von der Mehrheit der Menschen gewollt werden.

Spielraum - authentische Begegnung | Alma Maja Ernst

Workshop-Titelimage
Spielraum - authentische Begegnung

Beschreibung
Die Wirtschaft soll der Erfüllung der menschlichen Bedürfnisse dienen, heißt es. Aber was haben wir eigentlich für wahrhaftige (d.h. nicht-kompensatorische) Bedürfnisse?
Der Spielraum ist ein Experimentierfeld, um sich selbst und andere auf spielerische Weise kennenzulernen. Im Workshop „Spielraum – authentische Begegnung“ kannst du erleben, dich im Jetzt mit den eigenen Bedürfnissen und Gefühlen und denen der Gruppe zu verbinden, um gemeinsam einen Ort der Begegnung zu schaffen. Lasst uns miteinander experimentieren: Wie würde sich unsere Wirtschaft verändern, wenn Authentizität die Art und Weise wäre, miteinander zu leben?

Alma Maja Ernst
Schauspielerin, Sprecherin, Autorin

Was machst du, wenn du nicht gerade die UTOPIKON mit deinem Talent bereicherst?
Ich folge meinem Herzen und versuche ganzheitlich (/in Verbindung mit dem Ganzen) und zum Wohl aller zu leben. Konkreter: Ich arbeite v.a. als Tanzlehrerin, Schauspielerin, Sprecherin und Autorin. Es ist mir ein großes Anliegen, umweltpolitische, soziale und zwischenmenschliche Themen in meinen Projekten (z.b. Kurzhörspiele, Romane, Theaterstücke) für den Zuschauer/ -hörer erlebbar werden zu lassen, Impulse für konkrete Veränderungsmöglichkeiten im Alltag zu geben und den Glauben an die eigene Kraft zu stärken. So handelt z.B. mein jüngstes Projekt (ein Kurzhörspiel) von unsrem Umgang mit Plastik und mein Märchen “Der kleine schwarze Vogel”, mit dem ich auch interaktive Lesungen an Schulen anbiete, vom Verlust von Stimme und Identität und dem spannenden Weg, sich zu finden.

Wenn deine Utopie für eine Gesellschaft von morgen schon heute lebendig wäre, dann…
…würden wir alle unsrem Herzen folgen, ganzheitlich (/in Verbindung mit dem Ganzen) und zum Wohl aller leben: JedeR lebt authentisch, teilt seine/ihre Träume mit den andren, arbeitet beständig an sich/ seiner menschlichen Entwicklung (“Persönlichkeitsentwicklung”), wächst behutsam über seine eigenen Grenzen hinaus, geht mit wachen Augen und Ohren sowie offenem Geist und Herzen durch die Welt und ist mit sich und den anderen in aufrichtigem Kontakt.

Welche ganz praktischen 5 Schritte dahin gibt es, die jede*r im Alltag umsetzen kann?

  1. Sei du selbst. Frag dich “Wer bin ich?” und lerne dich selbst kennen! Das kannst du in jeder Minute tun, spielerisch konzentriert und frei. Um du selbst zu sein, ist es notwendig, dass du dich selbst ernst nimmst. Wenn jemand was von dir will, kannst du dann auch mal “nein” sagen? Nimmst du dich wahr und ernst? Weißt du, was du brauchst? Was sind deine Bedürfnisse? Wie viel Rückzugsraum brauchst du? Wie viel Verantwortung kannst du tragen? Erfüllst du nur ein Bild, das du von dir hast, oder bist du du selbst? Wie viel Essen brauchst du? Was und wieviel davon brauchst du wirklich? Spüre diesen Fragen im Alltag liebevoll nach – viel Spaß!
  2. Liebe und achte dich selbst, sei in Verbindung mit dir! Du kannst z.B. jedes Mal, wenn du deinen Schlüsselbund in der Hand hast, sagen oder denken “Ich liebe mich aus ganzem Herzen, wie ich bin.” – Mach das eine Weile und du wirst staunen, was passiert!
  3. Hör den anderen aufrichtig zu. Bei Meinungsverschiedenheiten geht es selten um die Sache, sondern v.a. um die “Beziehungsebene”. D.h. z.B. darum, dass wir eine Vorstellung von der Welt haben und uns damit manchmal so stark identifizieren, dass wir daran festhalten “müssen”. Meine Erfahrung ist, dass es allen Gesprächspartnern und auch der Sache/ dem Thema mehr dient, den Menschen hinter seinen Entscheidungen, seine Ängste und Persönlichkeit kennenzulernen anstatt über Meinungen zu diskutieren.
  4. Sei die Veränderung, die du dir für die Welt wünschst. Persönlichkeitsentwicklung ist ein Abenteuer! Es gibt tolle Kurse. Und hey: Der Weg ist das Ziel, also sei jetzt schon zufrieden damit, wie du bist, auch wenn du an dir arbeitest.
  5. Nichts ist wert, getan zu werden, was nicht aus Freude oder Liebe getan wird. Wenn du etwas tust, weil du denkst “ich muss aber Geld verdienen wegen der Miete”, dann lerne, etwas an der Tätigkeit zu finden, was du lieben und gern tun kannst nach dem Motto “Ich kann nicht alles tun, was ich will, aber ich kann alles wollen, was ich tue.”

Link-Empfehlungen
Website von Alma Maja Ernst

Yoga Workshop: innerer und äußerer Wandel – Hand in Hand?! | Jana Nungesser & Melinda Kühn

Workshop-Titel
Yoga Workshop: innerer und äußerer Wandel – Hand in Hand?!

 

melinda
Melinda Kühn

Beschreibung
Brauchen wir einen inneren Wandel um eine Veränderung und Transformation im Außen zu gestalten? Ist die Verschmutzung des Planeten nur Ausdruck und Spiegelbild unseres inneren Zustandes?
Kann nachhaltige gesellschaftliche Veränderung nur dann geschehen, wenn wir zeitgleich Verantwortung für unseren inneren Raum übernehmen?
Was können wir tun um mehr Achtsamkeit, Selbstliebe und inneren Wandel in unser eigenes Leben zu bringen?
In diesem Workshop nehmen wir uns Zeit für eine intensive und achtsame Yogapraxis, bei der absolute Yoga Neulinge ebenso willkommen sind, wie bereits Yoga erfahrene Teilnehmer*innen. Anschließend gehen wir in den Austausch, wie wir Teil der Veränderung sein können und welche praktischen (yogischen) Werkzeuge es gibt, um inneren und äußeren Wandel zu gestalten.

Falls vorhanden, gerne Yogamatte mitbringen!

Melinda Kühn

jana
Jana Nungesser

Jana Nungesser
Freilernerin, health facilitator, Yoga- Schülerin und -Lehrerin

Wandel - zum Glück! | Nathalie Marcinkowski
Nathalie Marcinkowski UTOPIKON
Nathalie Marcinkowski UTOPIKON

Workshop-Titel
Wandel - zum Glück!

 

Beschreibung
Wie begeistert man Menschen von einem bewussten & nachhaltigen Leben?
Wir erforschen gemeinsam, welche Rolle das Glück und positiv-psychologische Forschungsergebnisse beim Transformationsprozess spielen können.
Denn der Wunsch nach Glück ist die treibende Kraft in einem jeden Menschen. Es wird von der derzeitigen Konsumgesellschaft versprochen – und nicht gehalten. Dies zeigen u.a. Entwicklungen von psychischen Erkrankungen. Und wie verhält es sich mit Glück und nachhaltigen Lebensstilen? Es scheint, dass das Glück auf unserer Seite ist.
Nach einer kurzen Einführung bist du eingeladen, dich in Kleingruppen in dein Lieblingsthema zu vertiefen (Sinn, Achtsamkeit, Dankbarkeit, Stärken, Selbstwertschätzung) und seine Macht in deiner Transformationsarbeit zu diskutieren und zu entdecken.

Nathalie Marcinkowski
Psychologin und Bloggerin auf happyroots.de


Was bräuchte eine Wirtschaft von morgen aus Deiner Perspektive? Wie zeigt sich das in Deinem Beitrag? Wenn die Idee Deines Beitrags morgen schon real wäre, wie sähe diese Welt aus?
Die Wirtschaft von morgen braucht Menschen, die nicht mehr auf Luxusgüter angewiesen sind, die mündig und bewusst Entscheidungen treffen und Freude daran haben, Dinge selbst herzustellen, mit anderen zu teilen und (möglichst) unabhängig von großen Konzernen das haben, was sie zum Leben & zum glücklich sein brauchen.

Eine grundlegende Stellschraube hierzu ist das Glück. Und das Wissen, sowie die Erfahrung davon, was glücklich macht - und was nicht. Die aktuelle Konsumgesellschaft verspricht Glück, gewährt es kurzfristig vielleicht sogar, aber höhlt das langfristige Wohlbefinden aus. Depressionen, Burnout und Angsterkrankungen betreffen fast die Hälfte der westlichen Gesellschaft. Untersuchen zeigen zudem, dass sehr glückliche Menschen ihr Geld anders ausgeben: Nämlich für Erlebnisse, statt für Güter und für andere, statt für sich selbst. Glück umfasst viele Facetten & Komponenten - und jede einzelne kann mit Transformation verknüpft werden, dazu befähigen, motivieren und inspirieren. Diese Facetten machen den Kern des Workshops aus.

In dieser Welt gäbe es immer noch einiges zu tun. Aber die Menschen wären nicht nur alamiert, sondern auch befähigt, sich in hilfreicher Weise den immensen Herausforderungen unserer Zeit zu stellen. Dabei hätten sie ihr eigenes Glück genauso im Blick, wie das eines jeden Menschen und Lebewesens auch.

Sich selbst im Weg stehen - über Möglichkeit, zur Entwicklung einer nachhaltigen Gesellschaft beizutragen | Pascal Frank

Workshop-Titel
Sich selbst im Weg stehen - über Möglichkeit, zur Entwicklung einer nachhaltigen Gesellschaft beizutragen

 

 

Beschreibung
Eine ethische Wirtschaft setzt Individuen voraus, welche Werte der Nachhaltigkeit und Solidarität vertreten und bereit sind, gemäß dieser Werte zu leben. Während die entsprechende Werteebene eine recht breite Zustimmung zu erfahren scheint, ist es häufig die tatsächliche Umsetzung dieser Werte im Handeln, woran es in der Praxis hapert. Meine Behauptung ist, dass diese Inkonsistenz eine Folge fehlenden Gewahrseins für die eigentlichen Beweggründe hinter unserem Handeln ist. Angelehnt an Mindfulness-Techniken möchte ich ein Verfahren vorschlagen, sich gegenüber eigenen Handlungsmotiven zu öffnen, die Aufrichtigkeit gegenüber sich selbst zu steigern und auf diese Weise die Voraussetzungen dafür zu schaffen, die Konsistenz zwischen moralischen Ansprüchen und tatsächlichem Handeln zu erhöhen.

Pascal Frank
Ethikforscher und Doktorand im Fach Sozialpsychologie an der RUB


Was bräuchte eine Wirtschaft von morgen aus Deiner Perspektive? Wie zeigt sich das in Deinem Beitrag? Wenn die Idee Deines Beitrags morgen schon real wäre, wie sähe diese Welt aus?
Ein faires und nachhaltiges Wirtschaftssystem hat zum Ziel, knappe Güter derart zu verteilen, dass sie zur bestmöglichen Bedürfnisbefriedigung aller Lebewesen verwendet werden können, und dies über die gegenwärtige Generation hinaus. Ein solches Wirtschaftssystem setzt allerdings voraus, dass Individuen ihre eigenen Bedürfnisse zum Wohle anderer zu kontrollieren bzw. zu reduzieren vermögen. Demgegenüber basiert die gegenwärtige Wirtschaft auf dem Prinzip, individuelle Bedürfnisse zu steigern und deren Befriedigung zu legitimieren. Die Konsequenz ist eine Gesellschaft, die – um mit Max Horkheimer zu sprechen - gekennzeichnet ist durch den „Widerspruch zwischen theoretischer Humanität und praktischer Barbarei“, ein Widerspruch, „der diese Zivilisation wie eine schändliche Krankheit durchzieht“ (Horkheimer [1959]). Der Weg in Richtung eines alternativen Wirtschaftens ist in meinen Augen, diesen Widerspruch aufzulösen. Voraussetzung dafür ist zuallererst die Befähigung zu einer aufrichtigen Auseinandersetzung mit den je eigenen Beweggründen für das tägliche Handeln. Genau dazu möchte ich im Rahmen der Utopikon einen Beitrag leisten.
Wie der (Wirtschafts-)Wandel gelingen kann - mit der Gestaltungskraft der Vielen und den SDGs als ihren Leitsternen | Stephanie Ristig-Bresser

Workshop-Titel Steffi
Wie der (Wirtschafts-)Wandel gelingen kann - mit der Gestaltungskraft der Vielen und den SDGs (Sustainable Development Goals) als ihren Leitsternen

Beschreibung
Repaircafés, Tauschmärkte, Foodsharing, Regionalgeld, SoLaWis, Transition Towns, neue Genossenschaften, Solidarische Ökonomie, Gemeinwohl-Ökonomie - es gibt bereits vielfältige Praktiken wie auch theoretische Ansätze hin zu einer Wirtschaftsordnung, die fair ist und die Ressourcen unserer Erde und aller Lebewesen inklusive uns Menschen achtet. Trotzdem: Diese Aufbruchsstimmung scheint noch immer in einer Nische zu verharren. Wie können diese alternativen Praktiken eine größere Aufmerksamkeit erlangen? Wie könnten die SDGs als Leitsterne die individuellen Ansätze zu einem großen Ganzen verbinden?
Dieser Workshop ist ein Experiment! Dem Modell der Multi-Level-Perspektive nach Frank Geels folgend, probieren wir die Beziehungen von bereits engagierten Menschen sowie Interessierten und Skeptiker*innen sichtbar zu machen - mit der Methode der systemischen Aufstellung und einem roten Faden. Freu Dich, Dich diesem Thema mal ganz praktisch zu nähern!

Stephanie Ristig-Bresser
Autorin & Aktivistin für die Transition- und die Gemeinwohl-Ökonomie-Bewegung

Was bräuchte eine Wirtschaft von morgen aus Deiner Perspektive? Wie zeigt sich das in Deinem Beitrag? Wenn die Idee Deines Beitrags morgen schon real wäre, wie sähe diese Welt aus?
Die Wirtschaft von Morgen braucht Macher*innen, die schon im Heute und Jetzt das Morgen leben. Und die daran glauben. Die Wirtschaft von Morgen braucht Menschen, die die Verbindungen der einzelnen Ansätze untereinander schaffen und sie so aus der Nische in die Relevanz bringen. Diese Verbindungen sollen in meinem Workshop durch die Methode der systemischen Aufstellung sichtbar werden, das ganze ist aber ein Experiment - so, wir uns heute ja auch in "Reallaboren" bewegen. Wenn mein Beitrag schon heute real wäre, würden wir das Prinzip der Kooperation genießen, wir hätten Konkurrenz-Ängste und "Denken in Marken-Grenzen" komplett abgeschüttelt. Wir würden die Vielfalt der Ideen respektvoll würdigen, weil sie den Wandel gelingen lassen.